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Kundenakquise

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Deine Stimme als VA: Warum sie mehr zählt, als du denkst

Als ich meinen ersten Kennenlern-Call mit einer potenziellen Kundin hatte, war ich so nervös, dass meine Stimme zitterte. Ich sprach viel zu schnell, verhaspelte mich und am Ende wusste ich nicht mal mehr, was ich eigentlich gesagt hatte. Den Auftrag habe ich nicht bekommen. Erst später wurde mir klar: Es lag nicht an meiner fachlichen Kompetenz, sondern daran, wie ich rüberkam. Als Virtuelle Assistenz arbeitest du oft remote. Deine Kund:innen sehen dich nicht täglich, aber sie hören dich. In Calls, in Sprachnachrichten, in Loom-Videos. Deine Stimme ist eines deiner wichtigsten Werkzeuge, um Vertrauen aufzubauen und Kompetenz zu vermitteln.

Warum deine Stimme als VA wichtig ist

Im Angestelltenjob wirst du oft nach deiner Anwesenheit beurteilt. Als VA zählt, was du lieferst und wie du kommunizierst. Deine Stimme transportiert mehr als nur Worte: Sie zeigt, ob du sicher bist oder unsicher, ob du gestresst bist oder gelassen, ob du weißt, wovon du sprichst. Das gilt für den Erstgespräch-Call genauso wie für die kurze Sprachnachricht zwischendurch. Kund:innen merken intuitiv, wie du klingst, und das beeinflusst, wie sie dich wahrnehmen. Die gute Nachricht: Deine Stimme ist trainierbar. Du musst keine Radiomoderatorin werden. Aber ein paar bewusste Anpassungen können einen großen Unterschied machen.

Vorbereitung gibt Sicherheit

Die meisten Stimm-Probleme entstehen nicht durch die Stimme selbst, sondern durch Unsicherheit. Wenn du nicht genau weißt, was du sagen willst, hört man das. Vor wichtigen Calls hilft es, dir vorher drei Fragen zu beantworten: Was ist mein Ziel für dieses Gespräch? Was sind die wichtigsten Punkte, die ich ansprechen will? Was könnte die andere Person fragen, und wie antworte ich darauf? Das heißt nicht, dass du ein Skript ablesen sollst. Aber ein roter Faden im Kopf nimmt die Nervosität und gibt deiner Stimme automatisch mehr Ruhe.

Die Stellschrauben deiner Stimme

Deine Stimme hat mehr Möglichkeiten, als du vielleicht denkst: Tempo, Tonhöhe, Lautstärke, Pausen, Betonung. Du musst nicht alle gleichzeitig optimieren, aber es hilft, sie bewusst wahrzunehmen. Tempo: Viele sprechen unter Stress zu schnell. Wenn du merkst, dass du hetzt, atme einmal durch und reduziere bewusst das Tempo. Langsamer sprechen wirkt kompetenter, nicht langweiliger. Pausen: Pausen sind kein Zeichen von Unsicherheit. Im Gegenteil: Wer Pausen macht, wirkt souverän. Nutze sie vor wichtigen Aussagen oder um dem Gegenüber Raum zum Nachdenken zu geben. Betonung: Monotones Sprechen lässt selbst spannende Inhalte einschlafen. Betone die Wörter, die wirklich wichtig sind, nicht jedes zweite. Authentizität: Versuch nicht, wie jemand anderes zu klingen. Deine Zuhörer:innen merken, wenn du dich verstellst. Das Ziel ist nicht, perfekt zu klingen, sondern klar und echt.

Ein Wort zur Technik

Gerade wenn du als VA Video-Tutorials erstellst oder Loom-Nachrichten verschickst: Die Technik muss nicht teuer sein, aber sie sollte funktionieren. Ein einfaches USB-Mikrofon für 50 bis 80 Euro klingt deutlich besser als das eingebaute Laptop-Mikro. Wichtiger als das Mikrofon ist aber oft der Raum: Ein Zimmer mit Teppich, Vorhängen oder Bücherregalen schluckt Hall. Ein leerer Raum mit Fliesen klingt, als würdest du aus einer Turnhalle senden. Mach vor wichtigen Aufnahmen eine kurze Testaufnahme und hör sie dir an. So erkennst du Probleme, bevor sie beim Kunden landen.

Übung schlägt Talent

Niemand klingt beim ersten Mal perfekt. Auch nicht beim zehnten Mal. Das ist normal. Was hilft: Nimm dich selbst auf, beim Üben, bei echten Calls (wenn erlaubt), bei Sprachnachrichten. Hör es dir an, auch wenn es unangenehm ist. Du wirst Dinge bemerken, die dir vorher nicht aufgefallen sind: Füllwörter, Tempo-Schwankungen, Sätze, die ins Leere laufen. Hol dir Feedback von Menschen, denen du vertraust. Nicht für Bestätigung, sondern für ehrliche Rückmeldung. Frag konkret: Wie wirke ich? Gibt es etwas, das ablenkt? Was kommt gut rüber? Mit jedem Call, jeder Sprachnachricht, jedem Video wirst du sicherer. Nicht weil du plötzlich eine andere Stimme hast, sondern weil du lernst, sie bewusst einzusetzen.

Fazit

Deine Stimme ist mehr als nur ein Transportmittel für Informationen. Sie ist Teil deiner Außenwirkung als VA, in jedem Call, in jeder Sprachnachricht, in jedem Video. Du musst keine perfekte Radiostimme haben. Aber du kannst lernen, bewusster zu sprechen: ruhiger, klarer, authentischer. Das braucht Übung und ein bisschen Mut, sich selbst zuzuhören. Aber es lohnt sich, denn am Ende geht es darum, dass deine Kompetenz auch so rüberkommt, wie sie ist. — Du willst an deiner Außenwirkung als VA arbeiten? In meiner Realitätscheck & Klarheits-Session schauen wir gemeinsam auf deine Situation, nicht nur auf Stimme und Auftreten, sondern auf alles, was dich gerade beschäftigt. 60 bis 90 Minuten für Klarheit, wo du stehst und was dein nächster Schritt ist.
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Judith Esser

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