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Dienstleistung Virtuelle Assistenz

Dienstleistung Virtuelle Assistenz

Was kannst du als virtuelle Assistenz anbieten?

Bevor ich als VA gestartet bin, habe ich ewig Listen gewälzt: Social Media Management, Buchhaltung, Webdesign, Podcast-Editing. Alles klang irgendwie interessant, aber auch irgendwie beliebig. Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte. Dabei lag die Antwort näher, als ich dachte. Du spielst mit dem Gedanken, als virtuelle Assistenz zu arbeiten, und fragst dich, welche Dienstleistungen du anbieten kannst. Die kurze Antwort: Die Bandbreite ist riesig. Die bessere Frage ist nicht, was man als VA anbieten kann, sondern was du anbieten solltest. Und das hängt von zwei Dingen ab: Was du kannst und gerne machst, und wofür es eine Nachfrage gibt.

Fang bei dir selbst an

Viele machen den Fehler, zuerst auf den Markt zu schauen und dann zu überlegen, welche gefragten Dienstleistungen sie sich aneignen könnten. Das kann funktionieren, führt aber oft dazu, dass du Dinge anbietest, die dir keinen Spaß machen. Und das merkst du spätestens nach ein paar Monaten. Deshalb: Fang bei dir an. Nimm dir Zeit und schreib auf, welche Aufgaben du bei bisherigen Arbeitgebern hattest. Nicht nur die offiziellen aus der Stellenbeschreibung, sondern auch die, die du nebenbei übernommen hast. Die Kollegin, der du immer bei PowerPoint geholfen hast. Die Excel-Tabellen, die du für dein Team gebaut hast. Das Onboarding neuer Mitarbeiter, das irgendwie an dir hängen geblieben ist. Das sind alles Kompetenzen, auch wenn sie in keinem Zeugnis stehen. Frag dich außerdem: Wofür wirst du gefragt? Von Freunden, Familie, Kollegen. Worin bist du offensichtlich gut, ohne dass es dir selbst auffällt? Und ganz wichtig: Was davon machst du gerne? Es hat keinen Sinn, aus einer ungeliebten Anstellung auszubrechen, um dann als Selbstständige Aufgaben zu erledigen, die du genauso wenig magst.

Was der Markt sucht

Gleichzeitig musst du verstehen, wofür Menschen tatsächlich bezahlen. Dein Angebot kann noch so schön klingen: Wenn niemand es braucht, verdienst du damit kein Geld. Die klassischen VA-Tätigkeiten sind nach wie vor gefragt: Büroorganisation, E-Mail-Management, Terminplanung, Reisebuchungen, Recherche, Datenpflege. Das klingt nicht glamourös, aber es ist solide Arbeit, für die viele Selbstständige und kleine Unternehmen dankbar jemanden suchen. Daneben gibt es spezialisiertere Bereiche: Social Media Management, Podcast-Produktion, Webseiten-Pflege, Funnel-Aufbau, Grafikdesign, Buchhaltungsvorbereitung, Kundensupport, Community Management, Launch-Unterstützung. Je spezialisierter du bist, desto höhere Stundensätze sind möglich, aber desto kleiner ist auch dein potenzieller Kundenkreis. Beides hat Vor- und Nachteile.

In Problemen denken

Ein hilfreicher Denkansatz: Überlege nicht, welche Tätigkeiten du anbieten kannst, sondern welche Probleme du lösen kannst. Menschen bezahlen nicht für Stunden, sie bezahlen für Lösungen. Der Selbstständige, der jeden Tag im E-Mail-Chaos versinkt, sucht nicht jemanden, der E-Mails bearbeitet. Er sucht jemanden, der ihm dieses Problem abnimmt, damit er sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Wenn du so denkst, verändert sich auch, wie du dein Angebot kommunizierst. Statt „Ich biete E-Mail-Management an“ wird daraus „Ich sorge dafür, dass dein Posteingang nicht mehr überquillt und du dich auf das konzentrieren kannst, was du am besten kannst.“ Das ist ein Unterschied.

Du sparst anderen Zeit

Am Ende läuft fast alles auf einen Nenner hinaus: Du sparst anderen Zeit. Zeit ist die knappste Ressource, die Selbstständige und Unternehmer haben. Ja, deine Arbeit kostet Geld. Aber sie schafft Kapazität für Dinge, die dein Auftraggeber selbst nicht delegieren kann oder die mehr Geld einbringen, als du kostest. Das ist dein eigentlicher Mehrwert, und den darfst du auch kommunizieren. Du bist keine Kostenstelle, du bist eine Investition. Wenn dein Auftraggeber durch deine Unterstützung zwei Stunden pro Tag gewinnt, in denen er Kundenarbeit machen oder neue Projekte akquirieren kann, rechnet sich das schnell.

Du musst nicht alles können

Ein häufiger Fehler am Anfang: Zu viel anbieten, weil man Angst hat, Aufträge zu verpassen. Das Ergebnis ist ein Bauchladen, der beliebig wirkt und potenzielle Kunden eher verwirrt als überzeugt. Besser: Starte mit einem fokussierten Angebot, das zu deinen Stärken passt. Du kannst später erweitern, wenn du merkst, dass deine Kunden regelmäßig nach bestimmten Zusatzleistungen fragen. Aber am Anfang ist Klarheit wichtiger als Vielfalt. Wenn jemand fragt, was du machst, solltest du das in zwei Sätzen erklären können, ohne ins Stocken zu geraten.

Fazit

Was du als VA anbieten kannst, hängt davon ab, was du mitbringst und was der Markt braucht. Fang bei deinen vorhandenen Kompetenzen an, auch bei denen, die dir selbstverständlich vorkommen. Überlege, welche Probleme du damit lösen kannst. Und dann formuliere ein Angebot, das klar und verständlich ist. Du musst nicht alles können. Du musst das, was du kannst, gut verkaufen können.

Du fragst dich, welches Angebot zu dir passt? In meiner Realitätscheck & Klarheits-Session schauen wir gemeinsam auf deine Stärken und finden heraus, wie du sie in ein klares Angebot verwandelst. 60 bis 90 Minuten für Klarheit, wo du stehst und was dein nächster Schritt ist.

Mehr zum Thema? Im Podcast „Tschüss 9 to 5“ sprechen wir über genau solche Fragen aus dem VA-Alltag. Hör gerne mal rein!

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Judith Esser

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