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Mythos: Als VA wirst du schnell reich

Ich erinnere mich noch gut an die Posts, die mich damals angelacht haben: Laptop am Strand, vierstellige Umsaetze im ersten Monat, Freiheit pur. Als ich selbst als VA gestartet bin, hatte ich diese Bilder im Kopf. Spoiler: Meine Realitaet sah anders aus.

Werd virtuelle Assistenz. Arbeite von ueberall. Verdien gutes Geld. Am besten schnell.

Diese Erzaehlung begegnet mir staendig – auf Instagram, in Facebook-Gruppen, in Webinaren. Ich verstehe, warum sie verfaengt. Sie trifft Menschen, die muede sind vom Angestelltenjob, von zu viel Verantwortung bei zu wenig Geld, vom Gefuehl, festzustecken.

Genau deshalb sage ich es bewusst deutlich: Als VA wirst du nicht schnell reich.

Marketing ist keine Realitaet

Dieser Mythos kommt nicht aus dem Alltag echter VAs – er kommt aus Marketing. Aus Social-Media-Posts mit aufgeraeumten Screenshots. Aus Erfolgsgeschichten, die den Hoehepunkt zeigen, aber nicht den Weg dorthin.

Nach drei Monaten fuenfstellig klingt beeindruckend. Was fehlt: Wie viel Zeit vorher investiert wurde. Welche Berufserfahrung schon da war. Wie viele unbezahlte Stunden in Akquise, Aufbau und Lernen geflossen sind. Welche Ruecklagen vorhanden waren. Was im Hintergrund nicht funktioniert hat.

Diese Geschichten sind nicht zwangslaeufig gelogen – aber sie sind unvollstaendig. Und genau das macht sie problematisch.

Der unsichtbare Teil deiner Arbeit

Als VA arbeitest du nicht nur fuer Kund:innen. Du arbeitest staendig auch an deinem eigenen Business – und das ist der Teil, den viele unterschaetzen.

Akquise, Sichtbarkeit, Angebote schreiben, Gespraeche fuehren, Absagen verdauen, Preise verhandeln, Buchhaltung, Steuern, Ruecklagen bilden. Dazu lernst du staendig dazu, passt dein Angebot an, hinterfragst deine Positionierung.

Das ist kein Drama. Aber es ist Arbeit – eine, die von aussen niemand sieht, die aber Zeit, Energie und mentale Kapazitaet kostet. In dieses Bild passt schnell reich schlicht nicht hinein.

Was dein Einkommen wirklich bestimmt

Du verdienst nicht automatisch gut, weil du dich Virtuelle Assistenz nennst. Du verdienst gut, wenn du Verantwortung uebernimmst, zuverlaessig arbeitest, Probleme erkennst und loest – und klar kommunizieren kannst, wofuer du stehst.

Viele starten mit niedrigen Stundensaetzen. Nicht weil sie unfaehig sind, sondern weil Unsicherheit da ist und unternehmerisches Denken selten von Anfang an selbstverstaendlich ist. Hoehere Einnahmen entstehen durch Erfahrung, Fokus, Klarheit – und die Bereitschaft, dranzubleiben, auch wenn es zaeh wird.

Warum diese Erzaehlung dir schadet

Das Problem mit schnell reich: Es setzt Erwartungen, die kaum einzuloesen sind.

Wenn es nicht sofort laeuft, entsteht schnell das Gefuehl, selbst etwas falsch zu machen. Dabei liegt das Problem nicht bei dir – sondern bei der Geschichte, die dir erzaehlt wurde.

Ich habe VAs erlebt, die zu guenstig arbeiten, ihre Grenzen nicht ziehen, staendig verfuegbar sind und versuchen, durch Mehrarbeit auszugleichen, was strukturell fehlt. Selbststaendigkeit fuehlt sich dann nicht nach Freiheit an, sondern nach Daueranspannung.

Das ist kein individuelles Versagen. Das ist die Folge falscher Erwartungen.

Ja, manche verdienen richtig gut

Das gehoert zur Wahrheit dazu. Es gibt VAs, die stabil und sehr gut verdienen. Aber fast immer haben sie eines gemeinsam: Sie sind nicht erst seit ein paar Monaten dabei.

Sie haben sich spezialisiert, Prozesse aufgebaut, klare Grenzen gezogen und gelernt, Verantwortung zu verkaufen statt reine Zeit. Das ist kein Shortcut – das ist Aufbauarbeit, die Zeit braucht und nicht besonders glamouroes aussieht.

Der Denkfehler dahinter

Der zentrale Denkfehler: Niedrige Einstiegshuerden bedeuten schnellen Erfolg.

Ja, der Einstieg als VA ist formal einfach. Du brauchst kein Studium, keine Zulassung, keine langen Zertifikatsketten. Aber Selbststaendigkeit bleibt Selbststaendigkeit – mit allen Risiken, aller Verantwortung und der Notwendigkeit, Entscheidungen zu treffen, die niemand fuer dich uebernimmt.

Ein moderner Titel aendert daran nichts.

Was VA-Sein wirklich ist

VA-Sein ist kein schneller Ausweg aus einem ungeliebten Job. Es ist ein Geschaeftsmodell, das funktionieren kann – wenn du es als solches behandelst.

Es kann stabil sein, flexibel, selbstbestimmt. Aber nicht ueber Nacht und nicht ohne bewussten Aufbau.

Mein Fazit

Wenn dir jemand sagt Als VA wirst du schnell reich, frag genauer nach: Fuer wen gilt das? Unter welchen Bedingungen? Zu welchem Preis?

Du wirst nicht schnell reich. Aber du kannst dir etwas Solides aufbauen, das trägt – wenn du bereit bist, ehrlich hinzuschauen und dich von Maerchen zu verabschieden.

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In meiner Realitaetscheck & Klarheits-Session schauen wir gemeinsam auf deine Situation – ohne rosa Brille, ohne leere Versprechen.
60-90 Minuten, in denen du Klarheit bekommst, wo du stehst und was dein nächster sinnvoller Schritt ist.

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Sarah

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