Logo Office LabLogo Office LabLogo Office LabLogo Office Lab
  • Start
  • Angebote
    • 1:1 Mentoring
    • VA Spickzettel
  • Wissen
    • Blog
    • Podcast
  • Über Mich
✕
Schreibtisch, Stuhl, Licht, Ruhe

Schreibtisch, Stuhl, Licht, Ruhe

Schreibtisch, Stuhl, Licht, Ruhe: Was du für einen produktiven Arbeitsplatz als VA wirklich brauchst.

Mein erster Arbeitsplatz als VA war der Küchentisch. Laptop auf der Tischdecke, Rücken krumm, das Licht kam von hinten und blendete im Bildschirm. Nach zwei Wochen hatte ich Nackenschmerzen und nach einem Monat war klar: So geht das nicht weiter. Ich musste mir einen richtigen Arbeitsplatz einrichten, auch wenn ich dafür kein separates Arbeitszimmer hatte.

Als Virtuelle Assistenz arbeitest du von zu Hause. Das klingt erstmal nach Freiheit und Flexibilität. Aber es bedeutet auch: Du bist selbst dafür verantwortlich, dass dein Arbeitsplatz funktioniert. Niemand stellt dir einen ergonomischen Bürostuhl hin oder sorgt für gute Beleuchtung. Das musst du selbst regeln.

Die gute Nachricht: Du brauchst kein teures Home Office mit Designer-Möbeln. Was du brauchst, sind die Basics, die wirklich einen Unterschied machen. Alles andere ist optional.

Warum dein Arbeitsplatz wichtig ist

Viele unterschätzen, wie sehr die Arbeitsumgebung die Produktivität beeinflusst. Eine Umfrage der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zeigt: Nur knapp die Hälfte der Beschäftigten im Homeoffice verfügt über alle benötigten ergonomischen Hilfsmittel. Am häufigsten fehlt ein passender Tisch, gefolgt von einem verstellbaren Bürostuhl und einem ausreichend großen Bildschirm.

Das Problem: Wer dauerhaft an einem ungeeigneten Arbeitsplatz sitzt, bekommt irgendwann die Quittung. Verspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, müde Augen. Das sind keine Kleinigkeiten, sondern echte Einschränkungen, die deine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen.

Als VA bist du auf deine Arbeitsfähigkeit angewiesen. Ein Tag, an dem du wegen Nackenschmerzen nicht konzentriert arbeiten kannst, ist ein Tag, an dem du kein Geld verdienst. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an in einen ordentlichen Arbeitsplatz zu investieren.

Der Schreibtisch: Groß genug, stabil genug

Ein Schreibtisch muss nicht teuer sein. Aber er muss ein paar Grundanforderungen erfüllen.

Die richtige Höhe ist entscheidend. Wenn du sitzt, sollten deine Unterarme waagerecht auf der Tischplatte liegen können, ohne dass du die Schultern hochziehen musst. Für die meisten Menschen liegt die ideale Tischhöhe zwischen 72 und 76 Zentimetern. Falls du kleiner oder größer bist, kann ein höhenverstellbarer Schreibtisch sinnvoll sein.

Genug Platz brauchst du ebenfalls. Mindestens 120 mal 80 Zentimeter sollte die Arbeitsfläche haben, damit Bildschirm, Tastatur und Maus bequem Platz finden und du noch Raum für Notizen oder einen Kaffee hast. Unter dem Tisch sollte genug Beinfreiheit sein, damit du dich bewegen kannst.

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch, an dem du auch im Stehen arbeiten kannst, ist ein Luxus, aber kein Muss. Wenn du dir einen leisten kannst, ist er eine gute Investition. Aber ein normaler, stabiler Schreibtisch in der richtigen Höhe tut es auch.

Der Stuhl: Hier nicht sparen

Der Bürostuhl ist das wichtigste Möbelstück an deinem Arbeitsplatz. An fast allem anderen kannst du sparen, aber nicht am Stuhl. Du sitzt mehrere Stunden täglich darauf. Ein schlechter Stuhl rächt sich.

Was ein guter Bürostuhl können muss: Die Sitzhöhe sollte verstellbar sein, damit du die Füße flach auf den Boden stellen kannst und deine Oberschenkel waagerecht sind. Die Rückenlehne sollte deine Lendenwirbelsäule stützen und idealerweise in der Höhe verstellbar sein. Armlehnen sind hilfreich, wenn sie sich so einstellen lassen, dass deine Unterarme entspannt aufliegen.

Du musst keinen Stuhl für 800 Euro kaufen. Aber auch der 50-Euro-Stuhl vom Discounter ist meistens keine gute Idee. Im Bereich zwischen 150 und 300 Euro findest du solide Bürostühle, die für den täglichen Gebrauch geeignet sind. Achte auf Testberichte und wenn möglich, probiere den Stuhl vor dem Kauf aus.

Falls du unsicher bist: Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung bietet einen Check-up fürs Homeoffice mit konkreten Empfehlungen zur Arbeitsplatzgestaltung.

Das Licht: Unterschätzt, aber entscheidend

Beleuchtung ist einer der am meisten unterschätzten Faktoren im Homeoffice. Schlechtes Licht führt zu müden Augen, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen. Gutes Licht macht einen spürbaren Unterschied.

Tageslicht ist die beste Lichtquelle. Wenn möglich, stelle deinen Schreibtisch so auf, dass das Fenster seitlich von dir ist. Nicht im Rücken, weil sich das Fenster dann im Bildschirm spiegelt. Nicht direkt vor dir, weil du dann gegen das Licht schaust und geblendet wirst. Seitlich ist ideal, weil du so von natürlichem Licht profitierst, ohne dass es stört.

Für Bildschirmarbeit gelten klare Empfehlungen. Die europäische Norm DIN EN 12464-1 empfiehlt mindestens 500 Lux auf der Schreibtischfläche. Zum Vergleich: Ein bewölkter Tag liefert etwa 1000 Lux, ein heller Sommertag bis zu 100.000 Lux. Die meisten Wohnräume erreichen ohne zusätzliche Beleuchtung bei weitem keine 500 Lux.

Was du brauchst: Eine gute Schreibtischlampe, die den Arbeitsbereich gleichmäßig ausleuchtet, ohne zu blenden. LED-Lampen mit einer Farbtemperatur zwischen 3300 und 5300 Kelvin sind für die Arbeit am besten geeignet. Achte darauf, dass die Lampe so positioniert ist, dass sie keine Reflexionen auf dem Bildschirm verursacht.

Die Ruhe: Grenzen ziehen

Ruhe ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für konzentriertes Arbeiten. Das bedeutet nicht, dass du absolute Stille brauchst. Aber du brauchst einen Ort, an dem du ungestört arbeiten kannst.

Falls du kein separates Arbeitszimmer hast, such dir trotzdem einen festen Platz, der nur für die Arbeit reserviert ist. Nicht das Sofa, nicht das Bett, nicht der Esstisch, an dem auch die Familie sitzt. Ein fester Arbeitsplatz hilft deinem Kopf, zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden.

Kommuniziere deine Arbeitszeiten. Wenn du mit anderen Menschen zusammenlebst, mach klar, wann du arbeitest und nicht gestört werden willst. Das ist keine Unhöflichkeit, sondern professionell. Ein geschlossenes Signal, sei es eine geschlossene Tür, Kopfhörer oder eine klare Ansage, hilft dabei.

Kopfhörer können Wunder wirken. Nicht unbedingt wegen der Geräuschunterdrückung, sondern weil sie ein visuelles Signal sind: Ich arbeite gerade. Außerdem brauchst du für Kundencalls ohnehin ein gutes Headset.

Was du nicht brauchst

Bevor du dein gesamtes Budget ausgibst: Vieles, was als Homeoffice-Must-Have vermarktet wird, ist optional.

Einen zweiten Bildschirm brauchst du nicht zwingend. Er ist praktisch, wenn du viel zwischen Dokumenten wechselst, aber zum Start reicht ein guter Laptop-Bildschirm oder ein einzelner externer Monitor.

Eine mechanische Tastatur, eine Gaming-Maus, ein Standing-Desk-Converter und ähnliches Equipment sind nice to have, aber kein Muss. Konzentrier dich erst auf die Basics: Stuhl, Tisch, Licht. Alles andere kannst du später ergänzen, wenn du weißt, was dir wirklich fehlt.

Ein perfekt eingerichtetes Instagram-taugliches Homeoffice brauchst du schon gar nicht. Deine Kunden sehen deinen Arbeitsplatz nicht. Was zählt, ist, dass du dort produktiv arbeiten kannst.

Der Minimalstart

Falls du gerade knapp bei Kasse bist und trotzdem loslegen willst, hier das absolute Minimum:

Ein Tisch in der richtigen Höhe. Falls dein vorhandener Tisch zu niedrig oder zu hoch ist, experimentiere mit Unterlagen oder such nach einem günstigen Gebrauchten.

Ein halbwegs brauchbarer Stuhl. Wenn der Küchenstuhl das einzige ist, was du hast, leg dir wenigstens ein Kissen unter und steh regelmäßig auf. Aber plane, dir bald einen richtigen Bürostuhl zuzulegen.

Eine Lampe, die deinen Arbeitsbereich ausleuchtet. Eine einfache Schreibtischlampe reicht für den Anfang.

Einen Ort, an dem du ungestört arbeiten kannst. Das kann auch eine Ecke im Wohnzimmer sein, solange sie dir während der Arbeitszeit gehört.

Dein Homeoffice muss nicht perfekt sein. Aber es muss funktionieren. Ein guter Stuhl, ein Tisch in der richtigen Höhe, ausreichend Licht und ein Ort, an dem du ungestört arbeiten kannst: Das sind die Basics, die einen echten Unterschied machen.

Investiere zuerst in den Stuhl. Dann in gutes Licht. Alles andere kommt nach und nach. Der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen und nicht auf die perfekte Ausstattung zu warten.

Denn auch ein Arbeitsplatz am Küchentisch ist besser als gar kein Arbeitsplatz. Solange du weißt, dass es nur der Anfang ist.


Du willst deinen VA-Start strukturiert angehen?

Der VA Spickzettel ist dein Leitfaden für den Alltag als Virtuelle Assistenz. Alles Wichtige auf einen Blick, zum Aufhängen neben deinem Schreibtisch.

Share
Sarah

Related posts

Gewerbeanmeldung als VA

Gewerbeanmeldung als VA

Gewerbeanmeldung als VA: Was du wissen musst


Read more

Mythos: „Als VA wirst du schnell reich“


Read more
Toxisches Marketing

Toxisches Marketing

Toxisches Marketing im Online-Business


Read more
Impressum | Datenschutzerklärung
    Jetzt beginnen