Wo findest du Kunden als Virtuelle Assistenz?
Du willst als VA starten, aber hast noch keine Kund:innen? Damit bist du nicht allein. Die erste Kundin zu finden ist für viele die größte Hürde. Und selbst wenn du schon Aufträge hast: Kundenakquise bleibt ein Dauerthema.
Aufträge enden, Kund:innen fallen weg, oder du merkst selbst, dass eine Zusammenarbeit nicht mehr passt. Nicht nur deine Auftraggeber:innen können sich entscheiden, eine Zusammenarbeit zu beenden. Du genauso.
Hier sind fünf Wege, die wirklich funktionieren.
1. Zielgruppe und Dienstleistung klären
Bevor du loslegst: Weißt du, wen du ansprechen willst? Und was genau du anbietest?
Klingt banal, wird aber oft übersprungen. Wenn du selbst nicht klar sagen kannst, was du machst und für wen, können es potenzielle Kund:innen erst recht nicht. Deine Dienstleistung bestimmt, wer deine Zielgruppe ist. Und deine Zielgruppe bestimmt, wo du sie findest.
Schau dir deine Website und deine Social-Media-Profile an: Wird in wenigen Sekunden klar, was du anbietest und warum das relevant ist? Wenn nicht, arbeite daran. Lass Freunde oder andere VAs drüberschauen und ehrliches Feedback geben.
Und noch etwas: Wenn du ein Unternehmen findest, das perfekt zu dir passt, aber keine Stelle ausgeschrieben hat, schreib trotzdem. Eine gute Initiativbewerbung kann Türen öffnen, die du gar nicht gesehen hast.
2. Netzwerken
Netzwerken klingt für viele nach Visitenkarten-Austausch auf steifen Business-Events. Aber eigentlich machst du es schon die ganze Zeit, nur vielleicht nicht bewusst.
Es geht nicht darum, jedem sofort ein Angebot zu machen. Es geht darum, dass die Menschen in deinem Umfeld wissen, was du tust. Deine Nachbarin kennt vielleicht jemanden, der gerade Unterstützung bei der Buchhaltung sucht. Dein alter Kollege hat einen Bekannten mit einem kleinen Online-Shop. Aber sie können dich nur empfehlen, wenn sie wissen, was du machst.
Erzähl davon. Nicht aufdringlich, aber offen. Beim Grillabend, beim Kaffee, in Gesprächen. Viele Aufträge entstehen über Empfehlungen, nicht über Jobbörsen.
3. Veranstaltungen
Wenn du weißt, wer deine Zielgruppe ist, kannst du auch herausfinden, wo sie sich aufhält.
Online: Webinare, virtuelle Meetups, Online-Konferenzen. Du kannst Kontakte in Hamburg, Berlin und München knüpfen, ohne dein Haus zu verlassen. Halte Ausschau nach Events rund um Selbstständigkeit, Freelancing oder die Branchen, in denen deine Zielgruppe unterwegs ist.
Offline: Lokale Meetups, Gründer-Treffen, Branchenevents. Der Vorteil: Du lernst Menschen persönlich kennen. Sympathie und ein gutes Gespräch können mehr bewirken als das perfekte LinkedIn-Profil.
Bereite dich vor: Schau dir die Teilnehmerliste an, informiere dich über potenzielle Kontakte, nimm Visitenkarten mit. Und melde dich zeitnah nach dem Event, solange das Gespräch noch frisch ist.
4. Social Media
LinkedIn, Instagram, Facebook und Co. können funktionieren, aber sie brauchen Geduld. Diese Plattformen leben von Regelmäßigkeit. Einmal posten und dann drei Monate nichts bringt wenig.
Wichtig: Dein Ziel ist nicht eine Masse an Likes, sondern Aufträge. Wenn du alleine arbeitest, brauchst du keine 10.000 Follower. Du brauchst die richtigen Menschen, die sehen, was du kannst.
Tritt Gruppen bei, in denen sich Freelancer, VAs oder deine Zielgruppe austauschen. In vielen dieser Gruppen werden regelmäßig Aufträge gepostet. Und: Sei aktiv. Kommentiere, hilf, zeig dich. Nur ein Profil haben reicht nicht.
5. Jobbörsen und Plattformen
Es gibt zahlreiche Plattformen, auf denen Auftraggeber:innen nach Freelancern suchen. Hier eine Auswahl:
Malt.de – Europäische Plattform, gut für den deutschsprachigen Raum
Upwork.com – International, große Auswahl, viel Konkurrenz
freelancermap.de – Fokus auf IT und Technik, aber auch andere Bereiche
freelance.de – Große DACH-Plattform für verschiedene Branchen
freiguide.de* – Aggregiert VA-Jobs aus über 40 Portalen und Facebook-Gruppen
va-finden.de – Speziell für Virtuelle Assistenzen, mit Profilseiten und Jobboard
*Affiliate-Links: Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine kleine Provision.
Zum Schluss
Zwei Dinge noch:
Erstens: Gib nicht auf, nur weil du eine Absage bekommst. Der nächste Kontakt könnte schon dein nächster Auftrag sein.
Zweitens: Pflege dein Netzwerk auch dann, wenn du gerade keine neuen Kund:innen brauchst. Wenn dann doch mal jemand wegfällt, kannst du viel schneller reagieren.
Fang einfach an. Du hast mehr Möglichkeiten, als du denkst.
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Du weißt nicht, wo du anfangen sollst?
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