Positionierung als VA
Warum „ich mache alles“ keine Kunden bringt?
Stell dir mal kurz vor, du bist nicht die VA, sondern die Kundin. Du suchst jemanden, der dir eine bestimmte Aufgabe abnimmt. Du scrollst durch Profile, klickst dich durch, aber bei kaum jemandem weißt du nach zehn Sekunden, ob die Person wirklich die Richtige für dich ist.
Jetzt dreh die Perspektive um. Genau so sieht dein Profil gerade vielleicht für deine potenzielle Kundin aus. Die meisten VA-Profile klingen identisch, und das hat fast nie etwas damit zu tun, wie gut jemand arbeitet. Es hat damit zu tun, wie klar das Angebot nach außen kommt.
Warum „ich kann alles“ dem Kunden mehr Arbeit macht statt sie zu sparen
Jeder kennt es: der Lieferservice, der alles anbietet. Pizza, Burger, Döner, Schnitzel, Baguette und manchmal noch ein bisschen Indisch. Der erste Gedanke als Kundin: Wahrscheinlich ist da nichts so richtig gut.
Genau so geht es deinen potenziellen Kunden, wenn sie VA-Profile durchschauen. Wer alles anbietet, sagt weder etwas über mögliche Kunden, noch über sich selbst. Es wird weiter gescrollt.
Deine unklare Positionierung kostet dich deshalb nicht nur Nerven. Sie kostet dich Geld.
Was Positionierung als VA wirklich bedeutet
Positionierung bedeutet nicht, dass du dich für immer auf eine einzige Sache festlegst. Es geht darum, wie du zur Tür reinkommst. Dein Türöffner. Die eine Sache, bei der die:der Wunschkund:in sofort denkt: Die meint mich.
Alles andere kannst du trotzdem machen. Du baust für Coaches E-Mail-Funnels auf und machst im Zuge dessen auch den Kundensupport oder die vorbereitende Buchhaltung. Aber du stellst dich als die E-Mail-Funnel-Person vor. Nicht als die, die alles macht.
Die Positionierung ist kein Käfig. Sie ist der Fuß in der Tür.
Die drei Fragen, die deine Positionierung ergeben
Erarbeiten wir deine Positionierung:
Frage 1: Wem möchte ich helfen?
Nicht: Was bringt am meisten Geld. Besser: Wer ist dein Wunschkunde? Der Hundesalon, die Physiotherapeutin, der Coach, die Immobilienmaklerin? Fang mit dem an, bei dem du weißt, wie der Alltag aussieht.
Frage 2: Welches Problem löst du für sie?
Wenn du weißt, wer dein Wunschkunde ist, überleg mal: Was macht die Person den ganzen Tag? Und wo wird es ungemütlich? Der Hundesalon braucht Bewertungen auf Google, neue Preislisten, Social Media. Die Physiotherapeutin bringt Belege in Umzugskartons zum Steuerberater. Genau da fängst du an.
Frage 3: Warum bist ausgerechnet du die Richtige?
Das ist die Frage, bei der viele zögern. Dabei steht die Antwort fast immer schon im Lebenslauf. Zwei Jahre im Marketing, Erfahrung in der Buchhaltung, jahrelang in der Verwaltung…
Das ist dein Warum. Sag es. Mit einer Portion Selbstbewusstsein, denn nur wer selbst überzeugt ist, überzeugt auch andere.
Wenn du diese drei Fragen beantwortest, hast du die Zutaten für einen Satz, der sitzt:
Für wen. Welches Problem. Warum du.
Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst
Viele kommen ins Mentoring und sagen: Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich anbieten kann. Keine Fantasie, keine klare Vorstellung. Das ist kein Zeichen, dass es nicht klappt, es ist ein Zeichen, dass es manchmal hilft, jemanden mit dabei zu haben.
Im 1:1 Mentoring bei OfficeLab arbeitet Sarah gemeinsam heraus, was du kannst, welche Positionierung zu dir passt und wie du sie in deinen eigenen Worten nach außen trägst. Schau gerne rein unter officelab.work/mentoring.
Dein Impuls: Dein Positionierungssatz
Heute, nicht am Montag oder nächste Woche.
Schritt 1: Wem möchtest du helfen? Schreib eine Person auf, die konkret ist, kein Oberbegriff.
Schritt 2: Was macht diese Person den ganzen Tag? Und wo wird es ungemütlich? Schreib drei Punkte auf.
Schritt 3: Was hast du in deinem bisherigen Leben gelernt oder gemacht, das dir dabei hilft?
Schritt 4: Bau daraus einen Satz. Für wen. Welches Problem. Warum du. Ohne das Wort „und“.
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