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Stille Erschöpfung

Stille Erschöpfung

Stille Erschöpfung.
Wenn du nur noch funktionierst

Stille Erschöpfung sieht oft harmlos aus, weil du weiter funktionierst. Du bist da, du erledigst Dinge, du hältst durch. Gleichzeitig ist weniger Leben da. Du lachst seltener, du bist schneller leer, du fühlst dich innerlich abgekoppelt.

Das passiert nicht, weil du schwach bist. Stille Erschöpfung ist ein Signal. Häufig entsteht sie aus Dauerverpflichtungen, Mental Load, Verantwortung und dem Muster, immer weiter zu machen, weil du nicht versagen willst.


Woran du stille Erschöpfung konkret merkst

Achte auf wiederkehrende Zeichen, nicht auf einen einzelnen schlechten Tag.

  • Schlafprobleme, weil dein Kopf morgens schon läuft, bevor du aufstehst.

  • Kopfschmerzen ohne klaren Auslöser.

  • Infektanfälligkeit und das Gefühl, dein Immunsystem macht nicht mehr mit.

  • Verdauungsprobleme, Kieferspannung, Zähneknirschen.

  • Gereiztheit bei Kleinigkeiten und das Gefühl, jede Frage ist zu viel.

  • Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, Fehler, die dir sonst nicht passieren.

  • Rückzug, weniger Lust auf Treffen, weniger Energie für soziale Kontakte.


Was du jetzt tun kannst, damit du wieder Luft bekommst

Du brauchst zuerst einen Schritt, der dich stabilisiert. Reduziere zusätzliche Verpflichtungen, auch wenn es schöne sind. Nimm Zeitdruck raus, wo es geht.

Dann hol dir Rückhalt. Sprich es aus, vor deinem Partner, vor einer Freundin, vor jemandem, dem du vertraust. Ein Satz reicht: Mir geht es gerade nicht gut, ich merke, ich bin erschöpft.

Setz Grenzen, auch im Kleinen. Du bist nicht die Person, die alles weiß, alles regelt, alles beantwortet. Sag klar, wann du nicht verfügbar bist und was du nicht übernimmst.

Und klär es körperlich ab. Geh zum Hausarzt und lass ein großes Blutbild machen. Nährstoffmangel und körperliche Faktoren verstärken Erschöpfung.

Wenn du merkst, dass du feststeckst, hol dir Unterstützung von außen, zum Beispiel durch Beratung oder Therapie.


Der 10-Minuten-Reset für heute

  1. Schreib drei Sätze auf: Was kostet mich gerade am meisten Energie. Was kann diese Woche wegfallen. Was brauche ich, damit mein Körper runterfährt.

  2. Formuliere eine Grenze als Satz, den du heute nutzt. Beispiel: Heute keine Zusatztermine. Ich antworte morgen. Ich brauche Prioritäten.

  3. Setz einen Termin. Entweder Hausarzt für Blutbild oder ein Gespräch mit einer Person, die dich ernst nimmt.


Stressreport 2025: https://www.tk.de/resource/blob/2207446/19c9824592652569ea05973fbdc1b6c9/tk-stressreport-2025-data.pdf
TelefonSeelsorge: (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 – 24 h anonym, kostenlos)
Krisendienst deiner Region https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/wo-finde-ich-hilfe/krisendienste-und-beratungsstellen
Ärztlicher Bereitschaftsdienst (116 117) oder Notruf (112)
Terminvermittlung und Terminservicestellen (TSS) https://www.kbv.de/praxis/praxisfuehrung/terminvermittlung

Psychotherapie Infos und Zugang zur Terminvermittlung https://www.116117.de/de/psychotherapie.php


 

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Sarah

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