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Kundenakquise

Kundenakquise

Warten funktioniert nicht

So baust du als VA einen Kundenstamm auf

Du hast deinen ersten Auftrag. Vielleicht auch schon drei oder vier. Und jetzt? Irgendwie wartest du. Auf Empfehlungen, auf Anfragen, auf den richtigen Post zum richtigen Zeitpunkt. Das Gefühl kennen fast alle, die frisch starten. Das Problem: Warten ist keine Strategie. Wer einen stabilen Kundenstamm aufbauen will, muss aktiv werden und zwar bevor der Kalender leer wird.

Was ein Kundenstamm wirklich bedeutet

Ein einzelner Auftrag ist kein Kundenstamm. Der kommt durch eine Empfehlung, durch einen Post, durch Glück. Ein Kundenstamm aufbauen bedeutet: Du weißt, woher deine nächsten Aufträge kommen – weil du ein System hast, das du aktiv pflegst.

Der Unterschied ist Wiederholbarkeit statt Zufall. Wer planbar verdienen will, braucht planbare Akquise. Das eine kommt nicht ohne das andere.

Laut dem Freelancer-Kompass von freelancermap.de nennen 6 von 10 Freelancern die Kundengewinnung als ihre größte Herausforderung – noch vor Bürokratie und Finanzierung. Das ist kein Zufall: Aktives Verkaufen und Netzwerken lernt man weder im Studium noch im klassischen Angestelltenjob. Man fängt an und merkt dann: Oh. Ich bin jetzt auch mein eigener Vertrieb.


Die drei Säulen, auf denen ein stabiler Kundenstamm aufgebaut wird

Säule 1: Dein Netzwerk – du hast es schon

Netzwerken klingt nach Business-Veranstaltung mit Namensschildern. Ist es nicht. Dein Netzwerk ist schon da: ehemalige Kolleginnen, frühere Vorgesetzte, Menschen aus Vereinen, andere Eltern, Freundinnen. Die meisten wissen nur nicht, was du jetzt machst.

Es geht nicht darum, Verkaufsgespräche zu führen. Es geht darum, präsent zu sein. Im Kopf zu bleiben. Damit dein Name fällt, wenn jemand sagt: Ich suche jemanden für…

Säule 2: Sichtbarkeit – zeig wer du bist, nicht nur was du anbietest

Sichtbarkeit bedeutet nicht, täglich auf Instagram live zu gehen oder Tänzchen auf TikTok zu machen. Es bedeutet: Die richtigen Menschen wissen, wer du bist, was du machst und wie du arbeitest. Wer sucht, findet dich – und versteht sofort, ob du helfen kannst.

Kunden buchen Menschen, keine Dienstleistungsbeschreibungen. Deine Arbeitsweise, deine Kommunikation, deine Werte – das ist genauso Teil der Entscheidung wie dein Angebot. Ein klares LinkedIn-Profil, gelegentliche Beiträge, die zeigen wie du denkst. Das reicht vollkommen für den Anfang.

Säule 3: Bestandskunden – die meist vergessene Goldgrube

Der einfachste Weg zu mehr Aufträgen ist meistens der direkte Draht zu jemandem, mit dem du schon gut zusammengearbeitet hast. Trotzdem werden Bestandskunden am häufigsten vernachlässigt.

Sarah plant zum Beispiel feste E-Mails an ihre Bestandskundenliste ein – einmal pro Quartal, mit einer freundlichen Erinnerung und einer konkreten Bitte um Weiterempfehlung. Das hat gleich zwei Effekte: Es bringt neue Aufträge rein, und es hält bestehende Kunden daran erinnert, dass es dich gibt. Manchmal entstehen daraus Aufträge, die weit mehr wert sind als die ursprüngliche Zusammenarbeit.


Wer begleitet dich dabei?

Wenn du gerade denkst: Ich verstehe das theoretisch, aber wie setze ich das konkret um? Dann ist das 1:1 Mentoring im OfficeLab genau das Richtige. Sarah begleitet dort Frauen, die als virtuelle Assistentin starten – ohne Druck, ohne Hype, ohne Laptop-Lifestyle-Versprechen. Gemeinsam wird sortiert, was du wirklich brauchst, was warten kann und was du dir sparen kannst.

Wer erst einmal reinschnuppern möchte: Der VA Spickzettel ist ein praktisches Poster für den Alltag – mit Tagesstruktur, Kundenkommunikation und konkreten Hilfen für den Start. Schau gerne mal rein unter officelab.work.


Aktive Akquise – wo du konkret suchst und gefunden wirst

Portale und Gruppen sind kein letzter Ausweg, wenn es ruhig wird. Sie sind ein fester Kanal.

LinkedIn ist gesetzt, wenn du Unternehmen oder Selbstständige ansprechen willst. Auch die dortigen Stellenanzeigen lohnen sich – manche suchen eigentlich Festangestellte, sind aber offen für Freelancer.

Facebook-Gruppen für VAs, Selbstständige und Unternehmerinnen sind noch immer aktiv und unterschätzt. Dort werden regelmäßig Gesuche gepostet. Wichtig: Profile aktuell halten, aktiv mitmachen, auf Ausschreibungen bewerben – nicht nur anmelden und wieder weggehen.

VA-Netzwerke und Freelancer-Portale wie Malt, Freelancer.de oder Fiverr sammeln Gesuche und machen dich auffindbar. Freigate.de aggregiert Ausschreibungen aus verschiedenen Quellen.

Ein Hinweis, der uns wichtig ist: Keine PDF-Portfolios in Gruppen posten. Die werden nicht gefunden und bringen nichts.

Bei der ersten Kontaktaufnahme oder Angebotsmail gilt: konkret und persönlich bleiben. Zeigen, dass du dich kurz mit der Person beschäftigt hast. Klar sagen, was du anbietest und welchen Nutzen das hat. Und einen konkreten nächsten Schritt vorschlagen – kein offenes Ende.


Dein Impuls: Der Akquise-Wochenplan

Nimm dir Stift und Papier. Das hier dauert nicht lange – aber es gibt dir Struktur.

Schreib dir diese fünf Schwerpunkte auf und hänge das Blatt dort hin, wo du es siehst:

Montag – Aktive Akquise:

Eine Person aus deinem Netzwerk kontaktieren. Eine offene Anfrage nachfassen. Einen neuen Erstkontakt angehen – kurze, persönliche Nachricht, kein Template.

Dienstag – Sichtbarkeit:

LinkedIn-Profil prüfen. In relevanten Gruppen kommentieren und mitmachen. Auf Beiträge antworten, die zu deinem Thema passen.

Mittwoch – Bestandskunden:

Einer Person, mit der du schon gearbeitet hast, kurz schreiben. Nachfragen, wie es läuft – ob neue Themen kommen oder Unterstützung gebraucht wird.

Donnerstag – Eigener Content:

Einen Post vorbereiten oder veröffentlichen. Eine Erfahrung, einen Tipp oder eine Frage teilen. Auf Reaktionen antworten.

Freitag – Suche und Rückblick:

Portale und Facebook-Gruppen checken. Und dann kurz: Was hat diese Woche funktioniert? Was nehme ich nächste Woche mit?

 

Das ist kein Plan für perfekte Wochen. Es ist ein Plan für normale Wochen.


Quelle:

Freelancer-Kompass – Kundengewinnung als größte Herausforderung: https://www.freelancermap.de/freelancer-kompass/marktsituation


 

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Du hast Fragen oder Themenwünsche? Schreib uns direkt – wir freuen uns auf den Austausch!

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Judith Esser

Judith Esser

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