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Vergleichen mit anderen VAs

Vergleichen mit anderen VAs

Vergleichen mit anderen VAs: Warum es dich ausbremst

Ich hab mich eine Zeit lang regelmäßig mit anderen virtuellen Assistenzen verglichen. Nicht bewusst, eher so nebenbei beim Scrollen. Und jedes Mal bin ich mit dem Gefühl rausgegangen, dass ich irgendwie hinterherhinke. Bis ich irgendwann gemerkt habe, dass das weniger mit den anderen zu tun hat und mehr damit, was ich mir da eigentlich selbst erzähle.

Was du auf Instagram siehst, ist nicht die ganze Geschichte

Du scrollst durch deinen Feed und siehst eine VA, die gerade ihren dritten Kunden diesen Monat gewonnen hat. Eine andere postet ein Reel über ihren Arbeitsalltag, der aussieht wie aus einem Einrichtungsmagazin. Und du sitzt da, vielleicht noch im Hauptjob, vielleicht mit einem einzigen Kunden, und fragst dich, was du falsch machst.

Wahrscheinlich gar nichts. Was du siehst, ist das fertige Ergebnis. Den Post, nicht die drei Stunden Arbeit dafür. Die Kundenstimme, nicht die zehn Absagen davor. Den Umsatz-Screenshot, nicht den Monat, in dem gar nichts reinkam. Instagram ist eine Bühne, kein Tagebuch. Und das ist okay. Aber du solltest aufhören, das Highlight-Reel von jemand anderem mit deinem eigenen Alltag zu vergleichen.

Der Vergleichsdrang ist normal, aber Instagram dreht ihn auf

Sich mit anderen zu messen ist erstmal kein Fehler, sondern ein ziemlich menschlicher Reflex. Der Sozialpsychologe Leon Festinger hat das schon 1954 beschrieben: Wir bewerten unsere eigenen Fähigkeiten, indem wir schauen, wo andere stehen. Das passiert automatisch.

Auf Instagram wird dieser Reflex aber zum Problem, weil er fast immer nur in eine Richtung geht. Du vergleichst dich mit Leuten, die weiter sind, sichtbarer, scheinbar erfolgreicher. In der Psychologie heißt das Aufwärtsvergleich. Und Forschende am Leibniz-Institut für Medienforschung haben festgestellt, dass gerade Menschen, deren Selbstwert ohnehin gerade wackelt, besonders in diesen Kreislauf reinrutschen. Man scrollt, fühlt sich mies, scrollt weiter, fühlt sich noch mieser. Das hat mit Inspiration ungefähr so viel zu tun wie Chips mit gesunder Ernährung.

Der Vergleich ignoriert deinen Kontext

Was mich am Vergleichen immer am meisten genervt hat: Es war nie fair. Ich hab mir Leute angeschaut, die seit drei Jahren am Markt sind, während ich gerade angefangen habe. Die ganz andere Dienstleistungen anbieten, in einer anderen Nische arbeiten und einen komplett anderen Hintergrund haben.

Wenn du dich mit einer VA vergleichst, die hauptberuflich seit zwei Jahren im E-Commerce unterwegs ist, und du gerade neben dem Hauptjob deine ersten Schritte machst, dann vergleichst du Äpfel mit Autos. Du kennst die Lebensumstände dieser Person nicht. Du weißt nicht, ob da ein Partner ist, der die Miete zahlt, oder ob sie vorher zehn Jahre im Marketing gearbeitet hat und deshalb so routiniert postet. Und trotzdem nutzt du ihren Erfolg als Beweis dafür, dass du es nicht draufhast. Das ist nicht fair, vor allem nicht dir selbst gegenüber.

Was Vergleichen mit deinem Business macht

Das Fiese am Vergleichen ist, dass es sich anfangs produktiv anfühlt. Man denkt, man schaut sich den Markt an, holt sich Inspiration, lernt von den Besten. Aber wenn du ehrlich bist, weißt du genau, wann es kippt. Wenn du aufhörst, dir Ideen zu holen, und anfängst, dich zu fragen, warum du das nicht auch so hinkriegst.

Und dann passiert meistens das Gleiche: Du fängst an, dein eigenes Angebot infrage zu stellen, obwohl es gut ist. Du kopierst Sachen, weil du denkst, die anderen wissen es besser. Oder du wirst gar nicht erst sichtbar, weil du das Gefühl hast, neben den anderen sowieso nicht bestehen zu können. Nichts davon bringt dich weiter, alles davon kostet dich Zeit und Energie, die du besser in dein eigenes Ding stecken würdest.

Was stattdessen hilft

Ich sage nicht, dass du nie wieder den Account einer anderen VA anschauen sollst. Aber du kannst lernen, anders damit umzugehen.

Fang damit an, dich vor dem Öffnen von Instagram kurz zu fragen, was du da eigentlich willst. Informieren oder vergleichen? Die Antwort weißt du meistens sofort. Und wenn sie ehrlich ist, kannst du das Handy auch weglegen.

Was mir persönlich geholfen hat: Aufschreiben, was ich schon geschafft habe. Nicht für Social Media, sondern für mich. Die erste Kundenanfrage, das erste abgeschlossene Projekt, das erste Mal einen Preis nennen, ohne danach in Panik zu verfallen. Das sind echte Meilensteine, auch wenn sie sich nicht so glamourös anfühlen wie der Umsatz-Post von jemand anderem.

Und entfolge Accounts, nach denen du dich regelmäßig schlecht fühlst. Das ist kein Drama, das ist Hygiene. Folge lieber Leuten, bei denen du tatsächlich was lernst, oder die auch mal offen sagen, wenn es gerade nicht so läuft.

Wenn du gerade mitten in der Vergleichsspirale steckst, hilft am Ende immer das Gleiche: Zurück zum eigenen Plan. Was steht als Nächstes an? Welchen Schritt kannst du heute machen? Dein Business wächst nicht schneller, weil du weißt, was andere tun. Es wächst, weil du machst, was für dich dran ist.

Am Anfang fühlt sich alles riesig an

Gerade als frische VA wirkt die Lücke zwischen dem, wo du stehst, und dem, wo du hinwillst, manchmal absurd groß. Und wenn du dann jemanden siehst, der scheinbar schon da ist, geht der Kopf sofort los mit: Das schaffe ich nie.

Aber du siehst eben immer nur eine Momentaufnahme. Niemand postet den Tag, an dem ein Kunde abspringt. Und niemand zeigt dir den Sonntagabend, an dem man sich fragt, ob das Ganze überhaupt Sinn macht. Das gehört dazu, bei allen.

Was zählt, ist nicht, wie weit andere sind. Sondern ob du dich in die richtige Richtung bewegst. Und ob du dir die richtige Unterstützung holst, statt allein durch den Feed zu scrollen und zu hoffen, dass es irgendwann klick macht. Wenn du gerade am Anfang stehst und eine ehrliche Orientierung brauchst, ist der VA Spickzettel ein guter erster Schritt. Und wenn du jemanden willst, der mit dir gemeinsam draufschaut, wo du stehst und was jetzt dran ist, dann schau dir das OfficeLab Mentoring an.

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Sarah

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